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27.03.2018

Erfahrbarkeit des Altertums mit Hilfe der sensorischen Archäologie

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Mit Hilfe der virtuellen Realität sollen erfahrbare antike Räume geschaffen und im Unterricht untersucht werden.

Der Bereich der 3D Technologie hat für die Archäologie in den letzten Jahren stark an Popularität zugenommen. 3D Modelle von Funden oder ganzen Grabungen werden immer öfter aufgenommen und archiviert, teilweise sogar publiziert. Dabei liegt der Fokus meist auf der Entwicklung technologischer Innovationen (bessere Kameras, höher aufgelöster Scanner, etc.) oder der Diskussion über den Wert von 3D Daten und dessen Archivierung. Was bislang wenig Beachtung fand, ist der Wert der 3D-Technologie für innovative Formen des Unterrichts oder der Forschung innerhalb der Archäologie. Neu ist hierbei der immersive VR-Ansatz, also das Eintauchen in antike Räume (im Gegensatz zum Betrachten am Computer-Bildschirm), um Theorien und Ansätze sensorischer Archäologie digital und direkt zu erforschen.

Der Stifterverband und das Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen schreiben seit 2016 jährlich Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre aus. Dabei handelt es sich um eine individuelle, personengebundene Förderung, die den Fellows Freiräume und Ressourcen für die Durchführung der Lehrinnovationen verschafft. Ein Fellowship ist mit bis zu 50.000 Euro dotiert und der Förderzeitraum beträgt maximal ein Jahr.

Neben der Anschaffung von neuem Equipment für das CoDArchLab (VR-Brillen, Computer, 3D-Drucker, Bücher, RTI-Domes) wird Ende 2018 ein zweitägiges Symposium zum Thema "Digitale Methoden in der Vermittlung von archäologischen Inhalten" an der Universität zu Köln stattfinden. In diesem sollen Experten aus der Hochschullehre, dem Museum und der archäologischen Vermittlung über moderne Ansätze der Wissensvermittlung diskutieren. Teilthemen werden 3D Visualisierung, 3D Druck, Archaeogaming und weitere interessante Subdisziplinen sein. Die Ergebnisse dieses Symposiums werden dann im folgenden Jahr in einer Open Access Publikation zusammengefasst und publiziert werden.

Leitung des Projekts:

Förderung:

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